Andorra und Os de Civís, Juli 2011

Andere Länder, andere….

Die Pyrenäen

Wo sind wir hier?

Andorra ist ein Land inmitten der Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien. Es gibt zwei Wege ins Land: über den Pas de la Casa und die französische Grenze, sowie über die spanische Grenze.
Landessprache ist Katalanisch, die ca. 85.000 Einwohner sprechen jedoch auch französisch und spanisch. Staatsoberhäupter sind der französische Staatspräsident als Koprinz sowie der Bischof von Urgell (Spanien). Die Hauptstadt ist Andorra la Vella.
Der Legende nach soll Karl der Große Andorra als Schutzstation in den Pyrenäen gegen die Mauren gegründet haben. Achtung! Andorra hat zwar einige Verträge mit der EU unterzeichnet, ist jedoch offiziell kein Mitgliedsstaat und ist auch kein Schengen-Mitglied.
Da das Land inmitten der Berge liegt gilt eine besondere Verkehrsregel: Bergauf hat Vorfahrt vor Bergab-Verkehr!

Warnung vor Kühen

Unsere Reise
Im Zusammenhang mit unserer Reise ins Languedoc haben wir entschieden, einen Tag nach Andorra zu fahren. Wir hatten uns schon im Internet ein wenig informiert und hatten so schon einige Ziele. Nach einiger Zeit sah man vom Auto aus schon die Pyrenäen. Am Fuße der Pyrenäen kamen wir durch einen letzten kleinen Ort, wo wir einen LIDL-Markt fanden. Schnell noch ein bisschen neue Sonnencreme gekauft (denn es war plötzlich irgendwie sonniger und wärmer als erwartet!) und noch etwas zu trinken, und dann zum nächsten Stop: Villefranche lag ohnehin auf dem Weg. Ein kleiner, von Mauern umgebener Ort mit ein paar süßen Geschäften und pittoresken Ansichten. Das schönste jedoch: Die Klimaanlage in einem der Geschäfte. Wir mussten uns natürlich erst abkühlen, bevor wir weiterfuhren und nach und nach der Höhe entgegenfuhren…. Und irgendwie wurde es immer und immer höher. So hoch, dass die auf dem Beifahrersitz sitzende Béatrice nicht mehr nach vorne gucken konnte, sondern nur noch ins Auto. Denn neben der Straße ging es tiefer und tiefer runter… Und wir wurden von Ortsanwohnern sogar noch überholt! Die mussten ja Lebensmüde sein, auf solchen Straßen schnell in der Gegend rumzukurven. Und dann, plötzlich, kam die Grenze und wir waren in Andorra. Übrigens gibt es zwei Wege durch den Bergpass: Durch einen Tunnel und, das haben wir Draufgänger natürlich vorgezogen: über die Berge. Direkt sahen die Kühe anders aus! Tja… Es ist wohl, wie man immer sagt: Andere Länder, andere Kühe!

Innenstadt von Andorra la Vella mit Kunstwerk Dalìs

Auf dem Weg ins Zentrum von Andorra und zur Hauptstadt Andorra la Vella sahen wir immer wieder sehr hohe Stangen. Erst nur ca. 2m hoch, doch nach und nach immer höher, sodass sie schließlich über 4m hoch waren. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass dies Orientierungsstangen für die Schneepflüge im Winter sind, damit diese noch wissen, wo die Straße ist. Sehr beeindruckend!

Angekommen in Andorra la Vella waren wir erstaunt: von oben sieht es aus wie eine sehr kleine Stadt, fährt man jedoch hindurch, möchte man meinen, dass es sich um eine sehr reiche und sehr gut entwickelte Stadt handelt: moderne Gebäude, Banken, schicke Autos… und das so abgeschnitten von der Welt.
Wo zieht es gute deutsche, ausgehungerte, junge Touristen zuerst hin? Zu Mc Donald’s. Ja, es ist etwas beschämend, aber wir hatten wirklich sehr Hunger und konnten nicht mehr warten, bis wir was anderes finden würden. Außerdem wollten wir doch mal unsere minimalen spanischen Kenntnisse testen! Und hier entdeckten wir etwas interessantes: Rauchende junge Damen IM Restaurant! Na sowas…Es ist wohl, wie man immer sagt: Andere Länder, andere Vorschriften.
Natürlich sind wir auch in einen Supermarkt gegangen. Auffallend: Eine große Wand voll mit Schinken aller Art und Preise.Schinken gehört zu den Hauptelementen der Catalanischen Spezialitäten.
In der Touristeninfo, wo wir nach einem Stadtplan fragten, waren die Angestellten leider nicht so freundlich wie erhofft. Wahrscheinlich konnten sie nicht nachvollziehen, warum Touristen nicht in der Ski-saison, sondern im Hochsommer kommen.

Das Parlament Andorras

Schließlich begaben wir uns auf die aufregende Suche nach dem Parlament. Dabei fanden wir eine hübsche Kirche und einen sehr modernen Platz mit Café und viel Platz für jugendliche Skater. …und das Parlament? Wir hatten zwar Schilder gesehen, aber irgendwie wussten wir nicht, wo man parken sollte und wir man dorthin kommen sollte. Auf Nachfrage fanden wir es und konnten unseren Augen nicht trauen. DAS sollte das Parlament sein? Nicht vielleicht doch eine… Jugendherberge oder ein privates Wohnhaus? Nein.. da stand es auf einem Schild am Seiteneingang.  Komisch. “Das soll für ein ganzes Land reichen?”, dachten wir. Doch hinter uns erklärte sich der Eindruck: Dort stand ein neueres, mindestens 3 Mal so großes Gebäude, das auch viel belebter und sinnvoller aussah. Offenbar ist das alte, kleinere Gebäude das erste Parlament. Wofür es heute genutzt wird, wissen wir zwar nicht. Trotzdem bleibt es uns, wenn wir daran denken, eher in Erinnerung.

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